Tim-Robin

Mein Name ist Tim-Robin Zellner. Ich wurde am 29. Juli 1999 als Frühchen in der 25. Schwangerschaftswoche geboren. Mein Start ins Leben war nicht einfach. Ich war traumatisiert, hatte eine Hirnblutung und musste mit einem Shunt operativ versorgt werden.

Da ich im Sternzeichen "Löwe" geboren bin, haben ich mich dank der Ärzte und meiner Mama in sechs Monaten ins Leben gekämpft. Meine Prognose war nicht die beste, doch langsam aber sicher machte ich kleine Fortschritte und ich entwickelte mich zu einem fröhlichen Jungen.

Mit 3,5 Jahren besuchte ich den Heilpädagogischen Kindergarten. Ich erlernte Ball spielen, wir gingen schwimmen und reiten, was mir sehr gut tat. Irgendwann entwickelte ich eine Technik, mit der ich mich am Boden fortbewegen konnte. Ich sogar selbständig in den Rollstuhl ein- und aussteigen.

Auch mit dem Essen wurde es langsam besser und im Laufe der Jahre wurde dieser Genuss zu meinem Hobby. Kleine Happen konnte ich selbst nehmen und die Trinkflasche auch selber halten. Mit 7 Jahren besuchte ich die Integrationsklasse der Volksschule in Tillmitsch und anschließend das SPZ Leibnitz bis ich 18 Jahre alt war.

 

Zwischendurch hatte ich regelmäßig Krankenhausaufenthalte, die auf eine Shuntinsuffizienz zurückzuführen waren. Im September 2017 bekam ich einen Platz in der Tageswerkstätte in Arnfels.

Am 01. Juni 2018 ging es mir schlagartig nicht gut. Meine Mama ist sofort mit mir in die Kinderklinik gefahren, die mich wegen meines Alters nicht behandelte. Auf der Neurochirurgie (für Erwachsene) angekommen und nach etlichen Untersuchungen, war dann auch nicht sichtbar, was eigentlich mit mir los war. Natürlich war es eine Shuntinsuffizienz und erst nach plötzlichem Sauerstoffmangel wurde reagiert und ich kam auf die Intensivstation. Nach sechs Operationen wurde meiner Mama mitgeteilt, dass größere Schäden entstanden sind. Ich musste dann mit einem Tracheostoma sowie einer Magensonde versorgt werden. Nach 6 Wochen Krankenhausaufenthalt konnte ich wieder nach Hause. Nichts ist mehr wie vorher. Aus einem fröhlichen Jungen ist ein schwerstbehinderter junger Mann entstanden. Meine Mama versorgt mich mit viel Liebe und tut, was in ihrer Macht steht, damit es mir gut geht und ich mich wohl fühle.

Ich bedanke mich beim Team des Adventlaufes für die Unterstützung, denn all die Therapien, die Heilmittel, das Verbandszeug und die vielen Sachen im Alltag, die meiner Mama und mir das Leben etwas erleichtern, kosten enorm viel Geld.

 

Danke vielmals!

Euer Tim